In der St.-Barbara-Bibliothek in Wien fand eine kreative Begegnung und Performance mit der ukrainischen Philosophin, Schriftstellerin, Dichterin und Doktorin der philosophischen Wissenschaften Maryna Prepotenska statt. Der Abend wurde zu einem besonderen Fest der ukrainischen Kultur, des lebendigen intellektuellen Austauschs, der Musik, der Poesie und weiblicher Präsenz im europäischen Kulturraum.

Maryna Prepotenska kam auf Einladung von LiterAktiv aus Paris nach Wien, um einen künstlerischen Abend für die ukrainische Gemeinschaft zu gestalten. Auf dem Programm standen eigene Gedichte, philosophische Reflexionen, Lieder in ihrer eigenen Interpretation mit Gitarrenbegleitung sowie die Präsentation ihres Buches „Межа / Frontière“. Besondere Tiefe erhielt die Begegnung durch den Dialog mit den anwesenden Frauen und durch Erinnerungen an herausragende Ukrainerinnen und Ukrainer in Frankreich.

Die Ausstrahlung, der Intellekt und das feine Sprachgefühl von Maryna Prepotenska schufen einen Raum des Vertrauens, der Aufmerksamkeit und der Inspiration. In diesem Raum konnte jede Teilnehmerin nicht nur die Schönheit des poetischen Ausdrucks, sondern auch die Kraft philosophischen Denkens spüren, das zugleich vom Persönlichen, Historischen, Kulturellen und Existenziellen zu sprechen vermag.

Moderiert wurde der Abend von Hanna Hnedkova, Mitbegründerin und Leiterin des ukrainischen Literaturprojekts LiterAktiv in Österreich. Durch ihre Arbeit zur Popularisierung ukrainischer Literatur, zur Organisation kultureller Veranstaltungen und zur Unterstützung ukrainischer Autorinnen und Autoren ist LiterAktiv zu einem wichtigen Zentrum des ukrainischen Kulturlebens in Wien geworden. Dank ihrer Professionalität, ihrer Intelligenz und ihrer aufrichtigen Hingabe an die ukrainische Kultur fand die Veranstaltung in einer harmonischen, warmen und zugleich intellektuell dichten Atmosphäre statt.

Eine besondere Eleganz erhielt der Abend durch seinen gastronomischen Teil. Die Gäste wurden mit Gerichten nach Autorenrezepten von Veronika Chekaliuk verwöhnt. Für besondere Begeisterung sorgten ein sommerlicher Kuchen mit Spinat, Brynza und frischen Kräutern sowie gegrillte Baby-Zucchini mit Champignons. Die Leichtigkeit saisonaler Gemüse verband sich mit dem feinen Geschmack ukrainischer Gastfreundschaft, während erlesener französischer Wein und österreichische Süßigkeiten den Abend stilvoll abrundeten.

So entstand eine besondere „schmackhafte Kommunikation“, in der Wort, Musik, Essen, Wein, Rosen und Philosophie zu einer einzigen kulturellen Geste verschmolzen. Es war nicht einfach eine literarische Veranstaltung, sondern ein kammermusikalischer Raum der Gegenwart und des Miteinanders, in dem Kultur durch Stimme, Geschmack, Erinnerung, Schönheit und Gespräch erlebbar wurde.

Die Persönlichkeit von Maryna Prepotenska steht beispielhaft für eine moderne ukrainische Intellektuelle, für die Philosophie über die Grenzen einer akademischen Disziplin hinausgeht und zu einer Form kultureller Existenz wird. Ihr Wirken verbindet akademische Wissenschaft, öffentliche Intellektualität, Journalismus, literarisches Schaffen und internationale kultur-diplomatische Initiativen. So entsteht ein ganzheitliches Modell ukrainischer intellektueller Präsenz in der Welt.

Ein besonders symbolisches Detail des Abends waren die Rosen. Vor der Begegnung wandte sich eine der Gäste an den Gärtner, der in der Klimt-Villa arbeitet, damit er Rosensorten empfehlen möge, die zu einer Art ästhetischer „Deklaration“ der Stimmung von Poesie, Kunst und Literatur werden könnten. Die Rosen sollten die Bedeutung der Veranstaltung unterstreichen und ihr einen feierlichen, beinahe theatralischen Charakter verleihen.

Gustav Klimt liebte Rosen, und seine Villa war von ihnen umgeben. Sie schufen dort eine besondere, dekorativ-symbolische Gartenatmosphäre. Deshalb waren die Blumen nicht einfach ein Geschenk, sondern eine Fortsetzung der künstlerischen Idee des Abends. Nach der Performance gingen die Teilnehmerinnen glücklich mit duftenden Rosen nach Hause, als Erinnerung an diese warme Begegnung.

Dieser Abend wurde zu einem Beispiel dafür, wie ukrainische Kultur Menschen durch Wort, Musik, Kunst, Gastfreundschaft und lebendigen Dialog verbindet. Solche Veranstaltungen prägen ein positives Bild der Ukraine in Europa und zeigen ihre intellektuelle Kraft, ihre kulturelle Vielfalt, ihre weibliche kreative Energie und ihre tiefe Eigenständigkeit.

Link: https://www.instagram.com/reel/DaGj8kqNdwb/?igsh=M2pvemMyM3pydTQx

By Vitalii Zavzenko

Vitalii Zavzenko ist Fotograf, Journalist und Digital-Marketer. Er arbeitet an der Schnittstelle von modernen Medien, visuellem Storytelling und digitaler Kommunikation. Dabei verbindet er eine redaktionelle Ästhetik mit einem strategischen Ansatz für Content, Branding und die Entwicklung von Medienprojekten.

Related Post

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert