Der Schriftsteller und Diplomat Vito Moscato hat ukrainischen Kultur- und Gemeinschaftszentren in Österreich mehrere Exemplare seines Buches mit persönlichen Autorenwidmungen übergeben. Die Initiative soll ukrainische Literatur im Ausland sichtbarer machen und den intellektuellen Austausch innerhalb der ukrainischen Gemeinschaft fördern.
Die Kulturwissenschaftlerin und Medienexpertin Veronika Chekaliuk unterstützt die Initiative und setzt sich dafür ein, Ukrainerinnen und Ukrainer in Europa und den USA mit zeitgenössischer ukrainischer Literatur, historischen Studien und philosophischen Werken vertraut zu machen. Im Mittelpunkt stehen Publikationen, die neue Perspektiven auf das kulturelle, historische und diplomatische Erbe der Ukraine eröffnen.
Eine erste Online-Präsentation des Buches sowie ein Gespräch mit dem Autor sind für den 18. Juli geplant. Die Veranstaltung findet im Zoom-Format statt.
Eine literarische Chronik der ukrainischen Diplomatie
Das Buch trägt den Titel „Sieben räuberische Apokryphen. Eine quasi-diplomatische Apologie“. Bei der vorliegenden zweiten Ausgabe handelt es sich um eine grundlegend überarbeitete, teilweise gekürzte und zugleich deutlich erweiterte Fassung, die der Autor als endgültige und kanonische Version bezeichnet.
Das Werk ist eine episch angelegte Chronik über die Entstehung und Entwicklung des modernen ukrainischen diplomatischen Dienstes im Ausland. Der behandelte Zeitraum reicht von den 1990er-Jahren bis in die 2010er-Jahre.
Grundlage des Buches sind reale Ereignisse, historische Fakten und die persönliche Berufserfahrung des Autors. Moscato verbindet Elemente der Memoirenliteratur, Biografie, Publizistik und dokumentarischen Prosa zu einer vielschichtigen Non-Fiction-Erzählung.
Ironie und Sarkasmus treffen dabei auf philosophische Reflexionen über moralische Entscheidungen, menschliche Charaktere, den Konflikt zwischen Gut und Böse sowie die Widersprüchlichkeit historischer und politischer Prozesse.
Auch die visuelle Gestaltung des Buches greift diese Mehrdeutigkeit auf. Das Cover zeigt die stilisierte Figur eines Narren – ein bewusst gewähltes philosophisches Symbol, das Neugier weckt, zur Interpretation anregt und auf die verschiedenen Bedeutungsebenen des Werkes vorbereitet.
Literatur als verbindender Kulturraum
Die Übergabe der Bücher an ukrainische Zentren in Österreich ist ein weiterer Schritt zur Stärkung des ukrainischen Kulturraums im Ausland. Literatur kann Menschen über geografische Grenzen hinweg miteinander verbinden und einen Raum für die Auseinandersetzung mit Geschichte, Identität, Verantwortung und gemeinsamen europäischen Werten schaffen.
Gerade im Ausland übernehmen ukrainische Kultur- und Gemeinschaftszentren eine wichtige Aufgabe: Sie bewahren nicht nur Sprache und kulturelle Traditionen, sondern fördern auch die intellektuelle Diskussion über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Ukraine.
Das Buch soll künftig in ausgewählten Bibliotheken kostenlos ausgeliehen werden können. Darüber hinaus ist es online erhältlich.
Video zur Buchübergabe auf Instagram
